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11. Juli 2011

DIHK Gründerreport erschienen

 

Über 360.000 Beratungsgespräche in Sachen Gründung haben die IHKs in Deutschland im Jahr 2010 geführt. Das geht aus dem nun vorgelegten Gründerreport des DIHK vor, der ab sofort auf den Internetseiten der IHK Hanau zum herunter laden bereit steht. Den aktuellen Zahlen zufolge wollen sich 64 Prozent der Gründungsinteressenten in Dienstleistungsbranchen wie Gastgewerbe, Gesundheits- und Pflegedienstleistungen oder Tourismus selbstständig machen. IHK Geschäftsführer Andreas Kunz kann das für den Kammerbezirk nur bestätigen, denn so seine Erfahrung vor Ort: "High Tech Gründungen sind doch eher selten." In der Regel sind die neuen Dienstleister  zwar zunächst klein und starten häufig ohne Mitarbeiter. Allerdings, so Kunz, zeige die Erfahrung, wer eine zündende Idee hat, die den Zuspruch der Kunden findet, könne auch rasch wachsen.

Eine weitere gute Nachricht, die der Report vorhält ist, dass immer häufiger Frauen ein Unternehmen gründen wollen. Binnen sieben Jahren ist der Anteil der Gründerinnen bundesweit von 32 Prozent auf 40 Prozent im Jahr 2010 gestiegen. Frauen, so die Erfahrung von Kunz, gründeten wesentlich vorsichtiger, aber dafür nachhaltiger als Männer. Die Wirtschaftsregion mit den anteilig meisten Existenzgründerinnen bleibt mit 43 Prozent der Osten, in manchen IHK-Regionen beträgt der Gründerinnenanteil sogar 50 Prozent oder mehr. Ein wichtiges Förderinstrument ist in diesem Zusammenhang der Gründungszuschuss der Arbeitsagentur. Doch obwohl dessen Bedeutung aus Sicht der IHK nach wie vor sehr hoch ist, begrüßt sie die Initiative der Bundesregierung, den Gründungszuschuss für Arbeitslose neu zu justieren. Die Umwandlung von einem Rechtsanspruch in eine Ermessensleistung gebe den Arbeitsagenturen die Möglichkeit, individueller abzuwägen, ob die Selbstständigkeit für den Arbeitslosen wirklich der geeignete Weg sei, unterstreicht Kunz. So könnten öffentliche Gelder zielgerichteter in erfolgversprechende Gründungsprojekte gelenkt werden. Eine gute Idee sollte nach Ansicht des IHK-Experten daran nicht scheitern, schütze aber vor Schnellschüssen.

Vor Schnellschüssen schütze allerdings auch die fundierte Beratung bei der IHK vor Ort, so die überwiegende Meinung der befragten Gründer. Die gaben zu 96 Prozent an, dass ihnen die Beratung weiter geholfen oder sogar sehr weiter geholfen habe. Auch hinsichtlich der Kundenorientierung erhielten die IHKs gute Beurteilungen. 99 Prozent der ratsuchenden Gründer bewerteten sie mit gut oder sehr gut. Über 98 Prozent der Gründer würden deshalb den Gründerservice weiter empfehlen.

Vor Ort unterstützt die IHK die Gründer und Jungunternehmer zudem mit kostenfreien Sprechtagen zu Finanzierung, Förderung, Beratung und ähnliches. Zusätzlich organisiert die IHK regelmäßig Vorträge mit z.B. der Bürgschaftsbank Hessen oder Marketingfachleuten vor Ort. Das gerade erst durchgeführte Gründerfest und die im Februar 2012 stattfindende Gründermesse runden das Angebot für Gründer ab. Für besonders mutige und erfolgreiche Gründer, die ihre Idee gerne prämiert haben wollen, wird der Gründerpreis von Stadt und Kreis ausgeschrieben. Auch hierüber informiert die IHK gerne. Insgesamt, so Kunz abschließend, gebe es so in der Region für Gründer ein attraktives Angebot.

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