Zum aktuellen Stand der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen

Zwischen den USA und Deutschland bestehen seit Jahrzehnten intensive wirtschaftliche und handelspolitische Beziehungen. Mit über 660.000 Arbeitsplätzen in den USA nehmen deutsche Unternehmen hinter Großbritannien den zweiten Platz ein. Mehr als 3.500 Niederlassungen deutscher Firmen haben im Jahr 2008 insgesamt 212 Milliarden US Dollar in den US-amerikanischen Markt investiert. Dies entspricht 9,3 Prozent der gesamten von ausländischen Firmen in den USA getätigten Investitionen. Und Germany Trade & Invest, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, prognostizierte im vergangenen April ein Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent für das Jahr 2010 sowie für das Jahr 2011.

Trotz allem scheitern laut Schätzungen circa 65-70 Prozent der deutschen Unternehmen bei dem Versuch, eine Niederlassung in den USA aufzubauen und ihre Produkte langfristig auf dem amerikanischen Markt zu positionieren. Viele Unternehmer unterschätzen die Vielfalt der Unterschiede zwischen den USA und Deutschland.

Der Wiedererkennungswert der Produkte, finanzielle Stärke, die Anpassung an lokale Marktgegebenheiten und Kundenservice spielen in den USA eine wichtige Rolle und sind maßgeblich für den Erfolg eines Unternehmens. Die Höhe der notwendigen finanziellen Investitionen für einen Markteintritt in den USA wird oft unterschätzt. Ohne größere finanzielle Aufwendungen in den amerikanischen Markt einzusteigen führt oft zu Misserfolg. Viele deutsche Firmen machen die Erfahrung, dass die tatsächliche Amortisationsdauer von Unternehmensgründungen in den USA erheblich länger dauern kann als geplant.

Trotz der Unterschiede zwischen den USA und Deutschland bestehen in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation sehr gute Chancen für deutsche Unternehmen. Mit einem Standort wie den USA, einem Dreh- und Angelpunkt der globalen Wirtschaft, besteht die Chance einer Positionierung nicht nur auf dem amerikanischen, sondern auch auf dem globalen Markt. Noch sind die Vereinigten Staaten die wettbewerbsstärkste und einflussreichste Wirtschaftsnation der Welt. Die Automobilindustrie boomt im Südosten. In Texas entwickelt sich ein Mega-Trend zu Erneuerbaren Energien. Die USA erleben sozusagen eine „Grüne Revolution". Der Marktanteil deutscher Zulieferer liegt in der Windenergiebranche der USA bei circa 60 Prozent. Auch die deutsche Solarbranche erwartet eine Steigerung der Nachfrage um bis zu 48 Prozent innerhalb der nächsten Jahre. Die Chancen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung mögen noch nie so gut gewesen sein wie jetzt.

Eine gründliche Vorbereitung für den Einstieg in den amerikanischen Markt ist jedoch unerlässlich. Hierbei sind die Deutsch-Amerikanischen Handelskammern behilflich. Sie unterstützen den Markteintritt mit umfangreichen Betrachtungen und vermitteln Kontakte zu Geschäftspartnern.

Weitere Informationen finden interessierte Unternehmen auf der Internetseite der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern unter www.ahk-usa.de.

 

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Dipl.-Ing. Andreas Kunz
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