Breitband
Schnelles Internet für Unternehmen
- 3. Hessischer Breitbandgipfel 2012
Vor einem Jahr hat das Land Hessen seine Strategie für den Auf- und Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen („Next Generation Access", NGA) vorgestellt. Trotzdem sind noch immer viele Fragen offen. Welche Synergien sind möglich, wenn sich Energieversorger und Telekommunikationsnetz-Betreiber bei der Planung und beim Ausbau abstimmen. Wie gehen Kommunen beim Netzausbau vor, wie erfolgt die Verwaltung der Netzinfrastruktur und wo sind Best-Practise-Beispiele? Der Gipfel bietet neben den fachlichen Vorträgen, einer Podiumsdiskussion auch die Gelegenheit in Workshops aktiv zu werden. Antworten bietet der 3. Hessische Breitbandgipfel am 6. Juni 2012 um 9:30 Uhr im Steigenberger Airport Hotel Frankfurt. Anmeldung und weitere Informationen unter www.breitband-in-hessen.de.
Breitbandinfrastruktur: flächendeckend versorgen
Innerhalb der nächsten drei Jahre wird die Nachfrage nach Hochleistungs-Breitbandanschlüssen stark ansteigen. In vielen Landkreisen wird eine Erhöhung des Bedarfs um das vier- bis sechsfache erwartet. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage an der rund 2000 Unternehmen in Hessen teilnahmen.
Die Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern fordert Maßnahmen zu ergreifen, die eine flächendeckende, leistungsfähige Breitbandversorgung gewährleisten. Dazu bedarf es einer Gesamtstrategie, in der deutlich wird, mit welchen Maßnahmen die definierten Ausbauziele erreicht werden sollen. Die hessischen IHKs rufen auf, folgende Fragen zu klären:
- Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind für kreisweite bzw. kreisübergreifende Projekte zwingend einzuhalten und an welchen Stellen wird das Land bis wann Vereinfachungen und Präzisierungen vornehmen?
- Welche Vergabevorschriften sind unter Wettbewerbsgesichtspunkten zwingend einzuhalten und welche Vereinfachungen sind ggf. bis wann möglich?
- Welche EU-Beihilfevorschriften sind zu beachten und wie setzt sich das Land für flexibles Handeln ein, zumal die schnelle und qualitativ hochwertige Breitbandversorgung auch ein Ziel der EU ist?
- Da die direkte finanzielle Förderung des Landes bei großen, flächendeckenden Vorhaben an ihre Grenzen stößt, ist eine klare Darstellung hilfreich, wie Landesbürgschaften mobilisiert werden können.
Schnelle Internetverbindungen sind in der globalisierten Welt unabdingbar für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Hessen. Es muss schnellstmöglich dafür gesorgt werden, Lücken der Breitbandversorgung zu schließen und bestehende Verbindungen leistungsfähig auszubauen. Unternehmen, die durch leistungsschwache Internetverbindungen betroffen sind, haben massive Wettbewerbsnachteile. Das führt zur Schwächung der wirtschaftlichen Situation einer gesamten Region, fördert Abwanderungen und verhindert Neuansiedlungen.
Die hessischen IHKs fordern die Landespolitik auf, eine Breitband-Infrastruktur zu schaffen, die den Standort attraktiv hält und die Unternehmen ihre wirtschaftlichen Perspektiven verwirklichen lässt.




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