Gründermesse 2012 - Mit guter Vorbereitung überleben Firmen länger
Was muss eigentlich in einen Businessplan? Wer kann mich da beraten? Wo bekomme ich Fördermöglichkeiten? Und was kann die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern für mich tun? Mit Antworten auf diese und weitere Fragen eröffnete Dr. Norbert Reichhold am 3. Februar 2012 die 7. Hanauer Gründermesse im Congress Park Hanau (CPH). Der IHK-Präsident gab wertvolle Tipps, wie Unternehmensgründer ihre Idee zum Erfolg führen können.
Im Main-Kinzig-Kreis gibt es laut Reichhold ein gutes Gründerklima. Die Gewerbeanmeldungen überschreiten seit langem die Abmeldungen. „Dennoch beträgt die Halbwertszeit von Neugründern auch bei uns nur etwa fünf Jahre, so wie üblich in Deutschland“, bedauerte der IHK-Präsident. Reichhold wies darauf hin, dass Gründer ihre Idee vor diesem Hintergrund eines möglichen Scheiterns gründlich vorbereiten müssten, damit aus einer kreativen Geschäftsidee ein nachhaltiges Unternehmen entstehen könne. Anhand einer gescheiterten Autofahrt verdeutlichte der Präsident die zahlreichen Hindernisse auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. „Um einen Strukturwandel voranbringen zu können, brauchen wir erfolgreiche Unternehmer, Unternehmer wie Sie“, sagte Reichhold.
Um Pannen und Enttäuschungen zu vermeiden, bieten die IHK und ihre Partner ein reichhaltiges Angebot an. Die Gründer erhalten in Seminaren, kostenlosen Sprechtagen, Informations-Broschüren und persönlichen Beratungsgesprächen viele Hilfen und praktische Tipps. Reichhold betonte, dass die IHK letztes Jahr über 500 Gründern mit ihrer Beratung zum Erfolg verhelfen konnte.
„Wirtschaft kann man nicht dozieren, man muss sie selbst erleben – und überleben.“ In Anlehnung an diese Erkenntnis des ungarischen Börsenkolumnisten André Kostolany wies der IHK-Präsident auf die vielfältigen Messeangebote für Gründer hin, etwa im Finanzierungsbereich. Reichhold bekräftigte, dass sich die Überlebenschancen junger Unternehmen mit der Hilfe der IHK-Beratung und den anderen Organisationen enorm steigern ließen. „Wer weiß: Vielleicht schaffen es Hessens Existenzgründer ja ab sofort, die fünf-Jahres Hürde öfters zu nehmen“, machte der Präsident Mut.
Verleihung des Hanauer Existenz-Gründerpreises
Um die erfolgreiche Zusammenarbeit des letzten Jahres zwischen Gründern und den verschiedenen Beratungsstellen im Main-Kinzig Kreis zu beweisen, wurde während der Gründermesse zum zweiten Mal der Hanauer Existenz-Gründerpreis verliehen.
Gewinner ist dieses Mal Babak Norooz von der Hanauer Firma „Nowaste GmbH“ mit seinen vollkompostierbaren Trinkbechern. Mit diesem innovativen und zukunftsorientierten Produkt hat Norooz ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Den zweiten und dritten Preis erhalten Marc Hinz, Firma Vornwald Systems GmbH in Sinntal, für eine erfolgreiche Unternehmensübernahme und Michael Matulka, Schlosserei Matulka GmbH, Hanau, mit einem Generationswechsel in einem technisch orientierten Unternehmen.



